PARTNERSCHAFT
Santiago Apóstol, Yanaoca/Peru
und
St. Sebastian, Karlsdorf-Neuthard
1986 beantragte die Pfarrgemeinde St. Sebastian eine Partnerschaft mit einer peruanischen Gemeinde, die sich besonders der Option für die Armen verschrieben hatte. So wurde Yanaoca eine auf 4.000 Höhenmeter gelegene partnerschaftliche Gemeinde, mit der sich eine geschwisterliche und freundschaftliche Verbindung entfaltete.
Unsere Partnerschaft beruht auf drei Pfeilern
Spiritualität
Kommunikation
Solidarität.
Jedes Jahr ermuntern wir unsere Freunde, Projektvorschläge zu machen, die die Würde des Menschen respektiert. Insbesondere finanzierten wir seit 1987 Solidaritätshilfen für
Schüler- und Seniorenspeisung
Bildungsmaßnahmen für Katechisten, Frauen, Kinder und Jugendliche
Ausbildung für handwerkliche Berufe
Apotheke
Gemüsegärten
anteilige Kosten für die Funktion der Gemeinde.
Alle Spenden und der Verkaufserlös aus dem Weltladen fließen ausschließlich netto in die beantragten Projekte.
Die gesamte Planung hatte sich durch die Corona-Pandemie schlagartig verändert. Krankheits- und Todesfälle nahmen ein ungeheures Ausmaß an. Schulen und Ausbildungsstätten wurden geschlossen, und der Staat verbot den Betrieb von Küchen. Es gab keine Hilfen für die Coronakranken, insbesondere fehlte Sauerstoff. Auf diese neue Situation musste reagiert werden. Nach dortigen Bitten beteiligten wir uns an dem Bau einer Fabrikationsanlage für Sauerstoff, vor allem für die Krankenhäuser in Sicuani und Cusco, aber auch für die Gemeinden, wo Sauerstoff nötigst gebraucht wird. Nun ist auch der Bau von Gesundheitszentren geplant und schon anfänglich finanziert. Da die Ernährung der Schüler und Senioren ausfallen musste, kam Yanaoca auf die Idee, den ärmsten Menschen nötigste Lebensmittelkörbe bereitzustellen, um überhaupt Leben retten zu können.
Auch wir leben in einer völlig neuen Situation. Es fehlt uns die Gemeinschaft, die Kommunikation, aber für Ernährung und Gesundheit ist Hilfe da. Jetzt sind wir in einer anderen Weise mit Yanaoca verbunden. Wir müssen neue kreative Wege in der Aufgabe gelebter Solidarität gehen. Wir sind eine große Menschheits-Familie, und so sind wir für jede kleinste Solidaritätshilfe dankbar.

Quelle: Evelyn Habitzreither
Ehemaliger Weltladen in der Kirchstr. 65 (Pfarrhof)
Öffnungszeiten: geschlossen
Spendenkonto siehe Partnerschaft Peru
