Diözesantag 2008
Diözesantag 2008 in Freiburg (T.K.)
Unter den 175 Chören, die den Diözesantag 2008 zum Klingen brachten, waren auch der Katholische Kirchenchor St. Sebastian Neuthard, und der Junge Chor (hier zusammen mit Erzbischof Robert Zollitsch)
Ihr seid Gottes Melodie – Neuthard meets Freiburg
Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am frühen Morgen des 29. Juni insgesamt 47 Sängerinnen und Sänger unseres Kirchenchores sowie unseres Jungen Chores auf den Weg in unsere Bischofsstadt Freiburg zum Diözesantag, zu dem in diesem Jahr besonders die Chöre eingeladen waren; deshalb gab man diesem Tag auch das Motto „Ihr seid Gottes Melodie“.
Etwa 7500 SängerInnen aus der gesamten Erzdiözese kamen an diesem Tag in Freiburg zusammen. Die Chöre verteilten sich auf 5 Kirchen, um gemeinsam den sonntäglichen Gottesdienst zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus zu feiern. Unsere Chöre trafen mit 24 anderen Chören und insgesamt etwa 700 Sängern in der Universitätskirche zusammen, wo Weihbischof Paul Wehrle den Festgottesdienst leitete. In seiner lebendigen und engagierten Predigt appellierte er an die Chöre, ihren Beitrag als eine zur Kirche und damit zum Herrn selbst gehörende Gruppe zur Glaubensverkündigung zu leisten; gerade die Musik verhelfe auch der Gottesdienstgemeinde zu einem stärkeren Glauben.
Nach dem Mittagessen fanden sich die meisten am Münsterplatz rund um die Hauptbühne ein. Für den Jungen Chor ergab sich die Möglichkeit einer kurzen Begegnung mit unserem Erzbischof Robert Zollitsch, der jedem die Hand schüttelte und anschließend für ein Gruppenbild zur Verfügung stand.
Erzbischof Zollitsch erklärte, dass er Neuthard sehr gut kenne, und verabschiedete sich mit den Worten: „Hoffentlich sehen wir uns bald mal in Neuthard!“
Gegen Abend kamen die Sängerinnen wieder wohlbehalten zu Hause an. Alle, groß und klein, waren von dem Erlebten sehr beeindruckt.


29.06.08 (Quelle: Homepage Erzbistum Freiburg)
Die Melodie Gottes zum Klingen bringen
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Über 7.500 Teilnehmer beim vierten Diözesantag in Freiburg / Erzbischof Robert Zollitsch eröffnet zugleich Paulusjahr für die Erzdiözese
Freiburg - „Ein Singen und Jubilieren wohin man schaut...“: Über 175 Chöre mit mehr als 5.000 Sängerinnen und Sänger, darunter etwa 600 Mädchen und Buben, haben beim vierten Diözesantag am Sonntag (29. Juni) in Freiburg die Stadt an der Dreisam zu einer Hochburg der Musik und des Gesanges gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich unter dem Motto „Ihr seid Gottes Melodie!“ insgesamt über 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen der Erzdiözese in der Bischofsstadt zu einem klingenden Fest des Glaubens. Mit dem Diözesantag wurde für die Erzdiözese Freiburg zugleich das Paulusjahr eröffnet, das Papst Benedikt XVI. anlässlich der zweitausendjährigen Wiederkehr der Geburt des Völkerapostels Paulus vom 28. Juni 2008 bis 29. Juni 2009 ausgerufen hat.
Bei soviel Mädchen und Buben, Frauen und Männern, die ihre Stimme zur Ehre Gottes erklingen lassen, stand Erzbischof Robert Zollitsch die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben. „Ja, wir sind Gottes Melodie“, rief er den Gläubigen zu, die im und ums Münster die Eucharistie mitfeierten. „Wir können die Schönheit des Glaubens darstellen und dadurch das Frohmachende des Christentums nach außen hin darstellen. Ich bin froh und dankbar dafür, dass wir in so zahlreichen Chören in unserer Erzdiözese diese Melodie Gottes zum Klingen bringen“.
In seiner Predigt schlug Zollitsch einen Bogen vom Chorgesang zu einem zentralen Anliegen des Heiligen Paulus. Erst im Miteinander der unterschiedlichen Stimmen und Begabungen werde ein Klang erzielt, der begeistern könne und rund klinge. Dies entspreche dem Wort des Völkerapostels, „der uns daran erinnert, dass wir als Christen aufeinander verwiesen sind, wenn wir gemeinsam für Jesus Christus Zeugnis ablegen wollen“, betonte der Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.
Von den ersten Tagen des Christentums an habe das Singen zur Ausdrucksform des Christlichen dazu gehört. „Dass wir in unseren Gottesdiensten und sogar darüber hinaus, in Familien und Gemeinschaften, in der Musik und im Gesang Gott loben, das hat grundlegend mit unserem Glauben zu tun, der keineswegs nur abstrakt gedacht werden kann, sondern der sich in der Gemeinschaft, im Miteinander und damit auch im gemeinsamen Singen ausdrückt und stärkt“. Über die Musik werde der ganze Mensch angesprochen, unterstrich Zollitsch und ermunterte dazu, die Vielfalt der musikalischen Stilrichtungen zu nutzen, um unterschiedliche Menschen anzusprechen.
Der Diözesantag hatte nach einem Morgenlob um 8.30 Uhr auf dem Münsterplatz mit mehreren Eucharistiefeiern, denen die Weihbischöfe Paul Wehrle, Rainer Klug und Bernd Uhl sowie Generalvikar Fridolin Keck an unterschiedlichen Orten in Freiburg vorstanden, begonnen. Ab 12.00 Uhr gab es Führungen durch das Münster, das Erzbischöfliche Ordinariat, das Erzbischöfliche Archiv und die Münsterbauhütte. Nachmittags konnten die Besucherinnen und Besucher rund um das Münster, wo sich in zahlreichen Ständen die Vielfalt der katholischen Kirche präsentierte, aus einem bunte Spektrum von musikalischen und spirituellen Angeboten und Beiträgen auswählen.
Darunter waren mehrere Forumsveranstaltungen, die sich unter anderem mit „Kirchenmusik – nur schöne Töne?“ oder Gebet und Gesang als geistliche Erfahrung beschäftigten. Wer wollte, der konnte etwa beim offenen geistlichen Singen in der Universitätskirche selbst seine Stimme erheben oder sich vom Klang der „Prätorius-Orgel“ in der Aula der Universität bezaubern lassen. Ein besonderes Angebot, das auf reges Interesse stieß, war eine Einführung in den jüdischen Gottesdienst und Psalmengesang in der Freiburger Synagoge. Für Kinder und Jugendliche gab es eigene Programmpunkte wie das Kindersingspiel „Warum Freddy Siebenschläfer in die Kirchturmuhr zog?“, das in der Pauluskirche an der Dreisam zur Aufführung kam.
Unterhaltung, Musik, Gesang, Information, Gespräche gab es auf der großen Bühne auf der Südseite des Münsters. Dort kam mehrfach auch die Vertonung des Diözesantag-Mottos „Ihr seid Gottes Melodie“ zu Gehör, die der Abiturient Luis Reichard eigens komponiert hatte. Eine weitere Uraufführung erklang im Münster, wo die Freiburger Dommusik unter Boris Böhmann die Motette „Hilf Deinem Volk, Maria“ für zwei Chöre, Glocke und Orgel intonierte. Das Werk hatte die Dommusik anlässlich des 750-jährigen Jubiläums der Hosanne-Glocke des Münsters, das mit einem mehrtägigen Glockenfest begangen und mit dem Diözesantag abgeschlossen wurde, bei dem englischen Komponisten Christopher D. Wiggins in Auftrag gegeben.
Mit einer feierlichen „Segnung und Sendung“ um 16.30 Uhr auf dem Münsterplatz ging der „singende und klingende“ Diözesantag zu Ende.
