Beerdigungen
Die Beerdigung ist der letzte Liebesdienst der Gemeinde für ihre Verstorbenen. Allerdings ist sie nicht an das geweihte Amt gebunden, sondern wird an vielen Orten auch von Laien im kirchlichen Auftrag gefeiert. Auch in unserer Erzdiözese ist dies schon seit längerem üblich. Nachdem jetzt in der Seelsorgeeinheit nur ein Pfarrer im aktiven Dienst tätig ist, hat unser Erzbischof nach der Zustimmung durch den Gemeinsamen Ausschuss der Pfarrgemeinderäte Frau Pastoralfreferentin Heike Kramer mit diesem Dienst beauftragt. In Absprache mit mir wird sie Beerdigungsfeiern vorstehen. In den Eucharistiefeiern des 5. Ostersonntages (9./10.5.) werden wir Ihnen dies persönlich erläutern.
Ein größerer Einschnitt im Zusammenhang mit dem Abschied von unseren Toten betrifft die Feier der Eucharistie für sie, das Seelenamt. Sie wird aufgrund der aktuellen Personalsituation leider nicht mehr im direkten Zusammenhang mit der Bestattung gefeiert werden können. Sie in die nächstfolgende Werktagsmesse zu integrieren, beraubt ihr aber einen wichtigen Kern: auch aufgrund ihrer Texte Trost zu spenden und die Auferstehung Christi zu bekennen. Sie würde sich kaum von einer (normalen) Messe mit dem Gedenken an einen Verstorbenen (Messintention) unterscheiden, da ja der jeweilige Tag des Kirchenjahres oder gar ein Fest im Vordergrund stehen würde.
Darum hat der Gemeinsame Ausschuss der Seelsorgeeinheit auf meinen Vorschlag dafür plädiert, am Ende eines Monats in einer Kirche der Seelsorgeeinheit das Seelenamt für alle in diesem Monat Verstorbenen der Seelsorgeeinheit zu feiern. Dies ist sicher auch nicht die ideale Lösung, aber ermöglicht es, in dieser Messe ganz auf das Thema Tod und die Verstorbenen einzugehen und die Botschaft der Auferstehung allen, die um sie trauern, zu verkünden und so bewusster in der Eucharistie zu feiern als es sonst mit anderen Texten möglich ist. Da sowieso nicht mehr an jedem Tag der Woche in jeder Kirche die Eucharistie gefeiert wird, wäre auch bei einer Einbindung in die Werktags messe ein Seelenamt am Beerdigungstag selber nur selten gegeben.
Zudem soll aber auch das Gebet für die Verstorbenen in ihrer Pfarrkirche gepflegt werden: am Sonntag nach der Bestattung wird ihrer in der Messe bei den Fürbitten gedacht. Gerade in diesem Punkt bitte ich Sie, sich mit offenen Herzen auf diese Lösung einzulassen.
